Apologia pro vita sua

Geschichte meiner religiösen Überzeugungen

 

von John Henry Kardinal Newman

 

mit einem Beitrag von Joseph Kardinal Ratzinger, Benedikt XVI.

Einführung von Pater Hermann Geissler FSO, Direktor des Internationalen Zentrums der Newman-Freunde in Rom

 

Die Apologia ist zweifellos einer der größten literarischen und spirituellen Klassiker. Der Autor berichtet über die Geschichte seiner Konversion, angefangen von den Erfahrungen in seiner Kindheit bis er schließlich -, nach Jahren des Studiums und der Abwägung -, mit Überzeugung der römisch-katholischen Kirche beitrat. Als anglikanischer Theologe an der Universität von Oxford kämpfte er zunächst gegen den beginnenden Liberalismus in seiner Kirche.


Durch sein Studium der Kirchenväter beginnt John Henry Newman, sich mit den Grundprinzipien des Glaubens zu beschäftigen. Er veröffentlichte Traktate, um den konservativen anglikanischen Glauben zu begründen, wurde aber deshalb von den Bischöfen stark angegriffen. Als Folge gab er sämtliche Ämter auf und zog sich nach Littlemore zurück.

In einem langen und tiefgründigen Denkprozess erkennt John Henry Newman, dass nur die römisch-katholische Kirche mit den Entwicklungen in der Lehrmeinung auf der Lehre der Urkirche basiert. Dies war der Beginn seiner Hinwendung zum katholischen Glauben. Er berichtet in einer dokumentarischen Darstellung von der ganzen Tragik seines Übertritts. Mit akribischer Sorgfalt lässt der Verfasser die Quellen sprechen. Dieses Werk lässt John Henry Newman als sensiblen und zurückhaltenden Menschen und großen Denker erkennen.


Über den Autor:

John Henry Kardinal Newman (1801 bis 1890) zählt zu den bedeutendsten Theologen und Glaubensgestalten der Neuzeit und wird von vielen auch als „Kirchenvater der Neuzeit“ bezeichnet.. Er war anglikanischer Geistlicher und Lehrer in Oxford. Durch eine Erneuerung aus dem Ursprung (Apostolische Tradition und Kirchenväter) begann er 1833 mit seinen Freunden John Keble und Edward Pusey eine tiefgreifende Reform der anglikanischen Kirche zu entwerfen, um sie in ihren Katholischen Wurzeln zu erneuern. 1845 konvertierte er in die römisch-katholische Kirche. Als Mitglied der Oratorianer des Heiligen Philipp Neri gründete er das erste englische Oratorium in Birmingham und wurde zum Rektor der neu gegründeten kath. Universität in Dublin berufen.
Newmans Leben nach der Konversion war von Anfeindungen auf anglikanischer und auch Misstrauen auf katholischer Seite geprägt. Durch seine große Aufrichtigkeit, seine hohe Intellektualität und seine Veröffentlichungen erwarb sich Newman zunehmend Achtung und Respekt. Ausschlaggebend hierfür war neben seinen vielen anderen Veröffentlichungen seine Lebensrechtfertigung, die APOLOGIA PRO VITA SUA. Damit rehabilitierte er sich so in der englischen Öffentlichkeit, dass er bei seinem Tod in der „Times“ bereits als Heiliger anerkannt war.
1877 erhielt Newman den Titel „Honorary Fellow“ seiner alten Oxforder Universität, 1879 wurde er zum Kardinal ernannt.

 

Format 13,5 x 20,5 cm

Hardcover, 448 Seiten

2. Auflage 2013

Media Maria

ISBN 978-3-98114-529-8

 

 


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