Kevelaer + Die Gnadenkapelle

Reihe: Kleine Kunstführer

von Hans-Günther Schneider

 

Zum Geleit

von Domkapitular Rolf Lohmann (Pastor und Rektor der Wallfahrt von Kevelaer, inzwischen Weihbischof des Bistums Münster):

Die Gnadenkapelle in Kevelaer birgt ein auf den ersten Blick unscheinbares Bild. Und doch ist es ein kostbares Bild, denn es ist geheiligt durch den göttlichen Auftrag, durch das Gebet vieler Millionen von Pilgern und durch die Wunder, die vor ihm geschehen sind.

Das Gnadenbild der "Trösterin der Betrübten" ist von Anfang an durch göttliche Weisung ein Bild am Weg. Völlig einzigartig auf der Welt steht es nicht im Zentrum der Kirche, sondern am Weg der Menschen, von dem aus es in der Wallfahrtszeit zu sehen und zu verehren ist. Dadurch bildet das Gnadenbild das Zentrum des Kapellenplatzes und der ganzen Stadt, die um dieses Bild herum angelegt ist.

Die Gnadenkapelle selbst stellt sich ganz in den Dienst des Bildes. Sie ist eine steinerne Monstranz, die in der Wallfahrtszeit dem Pilger das Gnadenbild entgegenhält. Sie ist gleichzeitig bergender Raum, der die intime Begegnung mit dem Gnadenbild ermöglicht.

Die Kunstwerke der Gnadenkapelle zeigen die Bedeutung der Gottesmutter Maria in der Heilsgeschichte und im Leben der Christen. Die Votivgaben, Kerzen, Blumen zeugen von der Verehrung Marias und ihrer wirksamen Fürbitte bei ihrem göttlichen Sohn.

Mögen auch Sie erfahren, dass uns Maria als Wegbegleiterin geschenkt ist, die uns hilft, den Weg des Lebens zu finden, den uns Jesus Christus gewiesen hat!

Wer sich Maria anvertraut, den lässt die Mutter nicht aus dem Auge. So haben die Erbauer gedacht, so erfahren es alle, die vertrauend, betend, bittend oder dankend hierher kommen. (...)

 

Kevelaer ist ein niederrheinischer, kirchlich anerkannter Marienwallfahrtsort. Die wunderbaren Ereignisse geschahen in den Jahren 1641/1642. Ein Handelsreisender vernahm mehrmals am selben Ort eine Stimme, die ihm gebot: "Hier sollst du mir ein Kapellchen bauen." Durch wunderbare Fügung gelangte dann ein Bildchen der "Luxemburger Madonna" nach Kevelaer und wurde fortan an selbiger Stelle verehrt. Die heutige Gnadenkapelle wurde im Jahre 1654 erbaut.

 

 

Format 12 x 17 cm

geheftet, 31 Seiten

26 farbige Illustrationen

Verlag Schnell&Steiner 2013, 7. Auflage

ISBN 978-3-7954-4904-9


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