Der Aufstand gegen die Ewigkeit

Kirche zwischen Tradition und Selbstzerstörung

von Walter Hoeres

 

Seit vielen Jahren muss sich die Kirche gegen eine schleichende Unterwanderung wehren, die sie 'bis an den Rand der Selbstzerstörung' (Papst Paul VI.) gebracht hat und alles in den Schatten stellt, was die Geschichte an vergleichbaren Vorgängen zu bieten hat. Die Folgen dieser Unterwanderung durch den Progressismus sind bekannt: Theologen, die alles in Frage stellen, weltweiter Missbrauch des Evangeliums als 'sozialrevolutionäre Botschaft', Religionsunterricht ohne Religion, Schwund der geistlichen Berufe, Willkür und Ehrfurchtslosigkeit in der Liturgie, ersatzloser Wegfall zahlreicher, altbewährter Formen der Frömmigkeit usw.

Walter Hoeres, (ehemals) Professor für Philosophie an der Pädagogischen Hochschule in Freiburg i. Br., bleibt nicht bei den Symptomen stehen, sondern stellt die Frage nach den letzten Gründen und Motiven, die den Aufstand der Progressisten gegen Lehramt und Tradition inspirieren. Es ist die Frage, was sie an der lebendigen Tradition der Kirche so sehr stört und unfähig macht, die Mahnung des II. Vatikanums zu befolgen, "Schrift und Tradition mit gleicher Kindesgesinnung anzunehmen und zu verehren".

Das Ergebnis ist alarmierend und aufrüttelnd zugleich. Der Progressismus ist kein Symptom bestimmter Irrlehren, die sich als solche dingfest machen und bekämpfen ließen, sondern eine ganz neue Einstellung zum Sinn des Daseins und eine neue Art, die Wirklichkeit zu sehen, ein tief in der Moderne verankertes Wrelt- und Lebensgefühl und somit in der Tat eine umfassende Wrltanschauung, die der katholischen so radikal entgegengesetzt ist wie Feuer und Wasser.

Die zweite Auflage wurde durch das brisante Kapitel "Neue Eschatologie" erweitert.

 

 

Format 11 x 18 cm

Softcover, 106 Seiten

2. erweiterte Auflage 1987

Christiana Verlag

ISBN 978-3-7171-0867-0

 

 


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